BI d. F. Florian Miller zur Übersicht
Neun Feuerwehren, acht Pumpen, 160 Schläuche und eine Förderstrecke von über drei Kilometern: Bei der Abschnittsübung am 6. Juni 2026 stellten die Feuerwehren der Region ihre Fähigkeiten bei der großräumigen Löschwasserversorgung unter Beweis.
Wasser aus der Steyr bis zum Fröstlgut
Das Übungsszenario war klar: Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens mit Wohngebäude und Stall am Fröstlgut in Hinterstoder. Die Herausforderung dabei war die Löschwasserversorgung. Nächstgelegene Entnahmestelle war die Steyr, von dort musste das Wasser über 3,2 Kilometer bis zur Einsatzstelle gefördert werden. Dafür verlegten die Einsatzkräfte rund 160 B-Schläuche entlang der Mautstraße Hinterstoder-Höss und setzten acht Relaispumpen ein, die das Wasser in mehreren Stufen weiterpumpten.
Schlauchbrücken sichern den Verkehr
Eine zusätzliche Herausforderung war die Querung der L552. Damit der Straßenverkehr während der Übung nicht zum Erliegen kam, errichteten die Einsatzkräfte an den Kreuzungspunkten Schlauchbrücken. Das sind stabile Auffahrrampen, über die Fahrzeuge die verlegten Schlauchleitungen sicher überqueren können, ohne diese zu beschädigen.
Neun Feuerwehren, ein Ziel
An der Übung beteiligt waren die Feuerwehren Hinterstoder, Vorderstoder, Spital am Pyhrn, Windischgarsten, St. Pankraz, Rosenau am Hengstpaß, Steyrling und Klaus an der Pyhrnbahn. Die Übungsleitung übernahm OBI Martin Hackl. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von der Einsatzführungsunterstützung (EFU) des Bezirkes Kirchdorf, die sich um Führungsunterstützung und Dokumentation kümmerte. Die Drohnengruppe des Bezirkes Kirchdorf lieferte laufend aktuelle Luftbilder und gab der Übungsleitung damit den nötigen Überblick über die weitläufige Einsatzstrecke.
Stimmen zur Übung
Bürgermeister Klaus Aitzetmüller zeigte sich vom Ergebnis überzeugt: „Die Übung hat die Schlagkraft der Feuerwehren in der Pyhrn-Priel-Region unter Beweis gestellt. Verbesserungen sind immer möglich, aber die Feuerwehren beherrschen das grundlegende Handwerk, allen voran die Herstellung einer zuverlässigen Löschwasserversorgung."
Warum solche Übungen wichtig sind
Gerade in abgelegenen Lagen wie dem Stodertal, wo keine ausreichende Löschwasserversorgung durch Hydranten gewährleistet ist, kann eine funktionierende Relaisleitung über mehrere Kilometer im Ernstfall entscheidend sein. Die Übung zeigte, dass die beteiligten Feuerwehren genau das können und dass die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg funktioniert.
Weitere Bilder zur Übung unter:
https://www.fotokerschi.at/blog/relaisleitungsubung-fordert-neun-feuerwehren-in-hinterstoder